Der Fischotter ist eine der am stärksten bedrohten Säugetierarten Mitteleuropas. Kaum ein anderes Säugetier verbindet die Elemente Land und Wasser so perfekt wie er. Nachdem er fast vollständig aus Schleswig-Holstein verschwunden war, konnte er glücklicherweise seit 2016 in Dithmarschen wieder zahlreich nachgewiesen werden.
Im Rahmen einer regelmäßigen Kartierung untersuchen wir nun die genaue Verbreitung des Fischotters, indem wir an vorgegebenen Punkten gezielt Brücken und Durchlässe sowie die umgebende Uferzone nach Hinweisen absuchen.
Wo findet man die Spuren, die ein Fischotter hinterlässt? Dieser schwimmt nicht unter Brücken hindurch. Der Otter will „trockenen Fusses“ unter der Brücke durchgehen. Fehlt diese Möglichkeit in Form von Aufsandungen oder Bermen ,steigt er aus dem Wasser und läuft entlang des Ufersaums. Wenn kein Ufer vorhanden ist, quert er Brücken und Straßen oberirdisch. An genau diesen Stellen suchen wir nach Losung und Abdrücken/Trittsiegel Typisch für die Hinterlassenschaften sind die enthaltenen Fischschuppen- oder Muschelreste, die sich deutlich sichtbar an exponierten Plätzen finden lassen. Markant ist auch der Abdruck der Pfote mit 5 „Fingern“.
~ 65 Brücken und Durchlässe werden in Dithmarschen aufgesucht – mit der Hoffnung auf zahlreiche posive Nachweise
Fotos: BNiD



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