Die trockenen und kühlen Witterungsbedingungen der Brutsaison 2025 wirkten sich insgesamt ungünstig auf Wiesenvögel wie Kiebitz und Uferschnepfe aus. Gleichzeitig kamen aber die damit verbundenen frühzeitig abgeschlossenen landwirtschaftlichen Arbeiten in Teilen dem Gelegeschutz zugute. Besonders besorgniserregend ist der Rückgang der Uferschnepfenpopulation, in der Mieleniederung wurden nur noch 8 Brutpaare festgestellt. Kiebitz und Austernfischer zeigten dagegen in der Mieleniederung sowie in der Windberger Niederung stabilere Bestände (Kiebitz Miele: 356 erfasste Individuen, Windbergen: 211). Der Rotschenkel blieb weiterhin auf wenige Reviere in den Niederungen beschränkt.

Der Bruterfolg der Wiesenvögel hängt maßgeblich von Witterung, Flächennutzung und Pflege, der Reduzierung der Prädation durch Raubsäuger sowie vor allem der engen Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft ab. Der anhaltende Rückgang der Uferschnepfe bleibt dabei eine große Herausforderung.

Wir danken allen beteiligten Landwirten, den Ehrenamtlern sowie dem Büro B.i.A. – Biologen im Arbeitsverbund und freuen uns darauf, auch in der bald startenden Saison wieder aktiv zum Schutz unserer Wiesenvögel beizutragen.

 

Fotos: Reimer Stecher

Brütender Kieitz3 Website